Häufige Fragen
Kurz beantwortet. Ausführliches finden Sie auf den verlinkten Wissensseiten.
Was ist PHP2Shell?
PHP2Shell bezeichnet zwei kritische Lücken in PHP selbst (CVE-2026-109618 und CVE-2026-109619, CVSS 9.2). Sie können es Angreifern erlauben, ohne Anmeldung Schadcode auf dem Server auszuführen. Patches gibt es seit dem 21.10.2026.
Welche PHP-Versionen sind sicher?
Die Korrekturen stecken in PHP 8.5.12, 8.4.27, 8.3.36 und 8.2.35. Hoster und Distributionen spielen teils Backports ein, ohne die Versionsnummer zu ändern. Entscheidend ist der Paketstand oder die schriftliche Bestätigung des Anbieters.
Reicht ein WordPress- oder Shop-Update?
Nein. Die Lücke liegt in PHP, nicht im CMS. Ein CMS-Update schließt sie nicht. Und ein PHP-Patch entfernt keinen Schadcode, der vorher schon eingeschleust wurde.
Wie schnell können Sie helfen?
Wir arbeiten remote und starten, sobald die Zugänge da sind. Schreiben Sie uns per WhatsApp System, PHP-Version und Beobachtung. Dann klären wir das Vorgehen direkt.
Arbeiten Sie auch für Agenturen und Hoster-Kunden?
Ja. Wir arbeiten direkt für Unternehmen, im Auftrag von Agenturen im Hintergrund und in Abstimmung mit Ihrem Hoster, wenn dieser den Server verwaltet.
Müssen wir den Vorfall melden?
Wenn personenbezogene Daten betroffen sein können, gilt nach Art. 33 DSGVO in der Regel eine Meldefrist von 72 Stunden ab Kenntnis. Ob sie greift, klären Sie mit Ihrem Datenschutzbeauftragten. Wir liefern die technische Dokumentation dafür.
Ist PHP2Shell eine WordPress-Lücke?
Nein. Die Lücken stecken in PHP, also in der Programmiersprache, auf der WordPress, Shopware, TYPO3 und viele andere Systeme laufen. Ein Update des CMS schließt sie deshalb nicht. Entscheidend ist der PHP-Stand auf dem Server.
Muss ich als Kunde eines Hosters selbst etwas tun?
Beim Shared Hosting spielt in der Regel der Hoster das PHP-Update ein. Sie sollten sich trotzdem schriftlich bestätigen lassen, dass die von Ihnen genutzte PHP-Version gepatcht und neu gestartet wurde. Ob vor dem Patch etwas passiert ist, beantwortet das Update nicht.
Woher kommt der Name PHP2Shell?
Der Name beschreibt die Folge: Über PHP kann ein Angreifer im schlimmsten Fall eine Kommandozeile, also eine Shell, auf dem Server erlangen. Offizielle Bezeichnungen sind die CVE-Nummern CVE-2026-109618 und CVE-2026-109619.
Wurde meine Website schon angegriffen, wenn sie offline genommen wurde?
Nicht unbedingt. Einige Anbieter haben Websites vorsorglich vom Netz genommen, wie es das BSI empfiehlt, wenn ein Update nicht sofort möglich ist. Das ist eine Schutzmaßnahme und kein Beleg für einen Angriff.
Reicht es, wenn mein Hoster PHP aktualisiert hat?
Das kann reichen, wenn der Hoster den Paketstand schriftlich bestätigt und alle PHP-Prozesse neu gestartet wurden. Die angezeigte Versionsnummer allein ist kein Beleg, weil Distributionen Backports einspielen. Ob der Server vorher schon angegriffen wurde, beantwortet ein Patch ohnehin nicht.
Muss meine Website für die Soforthilfe offline gehen?
Nicht zwingend. Das BSI empfiehlt, Webserver vorübergehend vom Netz zu nehmen, wenn das Update nicht sofort möglich ist. Ob das bei Ihnen nötig ist, entscheiden wir gemeinsam nach der Bestandsaufnahme.
Schützt ein WordPress- oder Shopware-Update vor PHP2Shell?
Nein. PHP2Shell steckt in PHP selbst, nicht im CMS. Ein CMS-Update bleibt sinnvoll, schließt diese Lücke aber nicht.
Was passiert bei PHP 8.1 oder älter?
Für diese Versionen gibt es keine offiziellen Updates mehr vom PHP-Projekt, nur minimale Quell-Backports für 7.4, 8.0 und 8.1. Wir sichern den Server übergangsweise ab und planen mit Ihnen den Umstieg auf eine unterstützte Version.
Ab wann laufen die 72 Stunden?
Nach Art. 33 DSGVO ab dem Zeitpunkt, zu dem der Verantwortliche von der Verletzung Kenntnis erlangt hat. Wann das im Einzelfall anzunehmen ist, ist eine rechtliche Bewertung. Dokumentieren Sie deshalb genau, wann wer welche Information hatte.
Muss jede Sicherheitslücke gemeldet werden?
Nein. Eine Lücke allein ist noch keine Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten. Meldepflichtig kann es werden, wenn es Hinweise gibt, dass Unbefugte Zugriff auf solche Daten hatten oder haben konnten, und daraus ein Risiko für Betroffene entsteht.
Was, wenn ich nach 72 Stunden noch nicht alles weiß?
Art. 33 Abs. 4 DSGVO erlaubt, Informationen schrittweise nachzureichen, wenn sie nicht zur gleichen Zeit bereitgestellt werden können. Eine verspätete Meldung ist zu begründen. Warten auf vollständige Klarheit ist daher in der Regel kein Grund, die Frist verstreichen zu lassen.
Wer meldet, wenn der Hoster betroffen war?
Meldepflichtig ist der Verantwortliche, also in der Regel das Unternehmen, das die Website betreibt. Ein Auftragsverarbeiter wie der Hoster muss den Verantwortlichen nach Art. 33 Abs. 2 DSGVO unverzüglich informieren.
Wo melde ich eine Datenpanne?
Bei der zuständigen Datenschutz-Aufsichtsbehörde, für Unternehmen meist die Behörde des Bundeslandes, in dem sie ihren Sitz haben. Die meisten Behörden bieten dafür Online-Formulare an.
Jede Stunde zählt. Schreiben Sie uns jetzt.
Schildern Sie kurz System, PHP-Version und Beobachtung. Wir melden uns, klären die Lage und arbeiten remote, bis der Vorfall abgeschlossen und dokumentiert ist.