Aktuelle Lage: PHP2Shell. Zwei kritische PHP-Lücken (CVSS 9.2) erlauben Schadcode ohne Anmeldung. Patches seit 21.10.2026.Was jetzt zu tun ist →

Glossar: PHP und IT-Sicherheit

125 Fachbegriffe in klaren Worten, jeweils mit Verweis auf die passende Fachseite.

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2FA
2FA (Zwei-Faktor-Authentifizierung) verlangt bei der Anmeldung neben dem Passwort einen zweiten Nachweis, etwa einen Code aus einer App oder einen Sicherheitsschlüssel. Ein gestohlenes Passwort allein reicht dann nicht mehr. Für alle Admin-Zugänge zu CMS, Hosting-Panel und Servern sollte 2FA Standard sein. Zwei-Faktor-Authentifizierung für Admin-Zugänge einrichten →
3-2-1-Backup
Die 3-2-1-Regel empfiehlt drei Kopien der Daten auf zwei verschiedenen Speichermedien, davon eine an einem anderen Ort. Mindestens eine Kopie sollte vom Server aus nicht veränderbar sein, damit Angreifer sie nicht löschen oder verschlüsseln können. Ein Backup zählt erst, wenn die Wiederherstellung getestet ist. Backup-Strategie für Server: Backups nach der 3-2-1-Regel →

A

Apache
Der Apache HTTP Server ist einer der ältesten und verbreitetsten Webserver. PHP läuft darin entweder als Modul (mod_php) oder über PHP-FPM per FastCGI. Mit .htaccess-Dateien lässt sich die Konfiguration verzeichnisweise anpassen. Apache mit mod_php absichern →
AVV
Ein AVV (Auftragsverarbeitungsvertrag) nach Art. 28 DSGVO ist nötig, wenn ein Dienstleister im Auftrag personenbezogene Daten verarbeitet oder darauf zugreifen kann. Das gilt oft auch für Hoster, Agenturen und IT-Dienstleister mit Serverzugang. Der Vertrag regelt unter anderem Weisungen, Schutzmaßnahmen und Meldewege. Auftragsverarbeitung, wenn Dienstleister auf Server zugreifen →

B

Backdoor
Eine Backdoor (Hintertür) ist ein versteckter Zugang, über den Angreifer nach einem Einbruch zurückkehren können. Das kann eine Datei, ein Admin-Konto, ein Cronjob oder ein SSH-Schlüssel sein. Deshalb gehört zu jeder Bereinigung die Suche nach allen Arten von Zugängen, nicht nur nach Dateien. WordPress-Backdoor finden: Hintertüren systematisch aufspüren →
Backport
Ein Backport überträgt eine Sicherheitskorrektur in eine ältere Programmversion, ohne auf die neue Version zu wechseln. Linux-Distributionen und Hoster machen das häufig; die angezeigte Versionsnummer bleibt dann gleich. Ob ein Backport eingespielt ist, belegen Paket-Changelog und Bestätigung des Anbieters, nicht die Nummer. PHP-Upgrade oder Backport? Die Entscheidung für Altsysteme →
Beweissicherung
Beweissicherung heißt, Spuren eines Vorfalls zu sichern, bevor sie durch Bereinigung, Neustart oder Neuinstallation verloren gehen. Dazu gehören Logdateien, Abbilder von Datenträgern und je nach Fall der Arbeitsspeicher. Fachpresse rät nach PHP2Shell, Server-Logs ab dem 20.10.2026 aufzubewahren. Beweise sichern, bevor Sie den Server neu aufsetzen →
Brute Force
Bei einem Brute-Force-Angriff probiert ein Angreifer automatisiert viele Passwörter für ein Konto aus. Ziel sind oft Admin-Anmeldungen von CMS, SSH oder FTP. Schutz bieten starke Passwörter, Zwei-Faktor-Anmeldung und automatische Sperren wie Fail2ban. Admin-Logins gegen Brute Force schützen: Brute-Force-Schutz für jedes Login →
BSI
Das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) ist die Cybersicherheitsbehörde des Bundes. Es veröffentlicht Warnungen, Empfehlungen und Standards wie den IT-Grundschutz. Zu PHP2Shell hat das BSI Warnstufe 3 (Orange) ausgerufen und sofortiges Update empfohlen. Was das BSI zu PHP2Shell empfiehlt →

C

CDN
Ein CDN (Content Delivery Network) liefert Inhalte über viele verteilte Server aus und steht damit vor der eigentlichen Website. Viele CDNs bieten zusätzlich WAF-Regeln, etwa Cloudflare gegen PHP2Shell. Der Schutz wirkt nur für Verkehr über das CDN und ersetzt kein PHP-Update. Cloudflare-Schutzregeln gegen PHP2Shell: Was sie leisten und was nicht →
CERT-Bund
CERT-Bund ist das Computer Emergency Response Team der Bundesverwaltung beim BSI. Es veröffentlicht Warn- und Informationsdienste zu Schwachstellen und benachrichtigt Netzbetreiber über verwundbare Systeme. Auch zu PHP2Shell hat CERT-Bund gewarnt. Was CERT-EU und CERT-Bund zu PHP2Shell raten →
CERT-EU
CERT-EU ist das Cybersicherheitsteam für die Organe, Einrichtungen und Agenturen der Europäischen Union. Laut Berichten hält CERT-EU für möglich, dass bei PHP2Shell Versionen ab PHP 5 betroffen sind. Es rät, öffentlich erreichbare Anwendungen zu isolieren, wenn sie nicht zeitnah gepatcht werden können. Was CERT-EU und CERT-Bund zu PHP2Shell raten →
CGI
CGI (Common Gateway Interface) ist eine alte Schnittstelle, bei der der Webserver für jede Anfrage ein externes Programm startet und dessen Ausgabe zurückgibt. Sie ist einfach, aber langsam und wurde für PHP weitgehend von FastCGI abgelöst. Alte CGI-Setups finden sich noch auf manchen Hosting- und Windows-Systemen. CGI und FastCGI: Die Grundlagen →
cgroups
cgroups (Control Groups) sind eine Funktion des Linux-Kernels, mit der sich Speicher, CPU und andere Ressourcen für Prozessgruppen begrenzen lassen. Container und systemd nutzen sie, etwa mit MemoryMax. php.net empfiehlt als Übergangsmaßnahme gegen PHP2Shell eine Speichergrenze über Container oder cgroup statt über RLIMIT_AS oder RLIMIT_DATA. Speichergrenzen mit systemd und cgroups setzen →
Chain of Custody
Die Chain of Custody (Beweismittelkette) dokumentiert lückenlos, wer ein Beweismittel wann gesichert, übergeben und bearbeitet hat. Ergänzt durch Prüfsummen belegt sie, dass Daten nicht verändert wurden. Ohne diese Dokumentation verlieren Spuren vor Gericht oder gegenüber Versicherern an Wert. IT-Forensik nach einem Webserver-Angriff →
Changelog
Ein Changelog listet die Änderungen einer Programm- oder Paketversion auf, bei Sicherheitskorrekturen meist mit CVE-Nummer. Unter Debian und Ubuntu zeigt apt-get changelog den Paket-Changelog, in der RHEL-Familie rpm -q --changelog. So lässt sich ein Backport auch bei gleicher Versionsnummer belegen. CVE-Nummern im Paket-Changelog nachweisen →
CLI
CLI (Command Line Interface) ist PHP auf der Kommandozeile, etwa für Cronjobs, Konsolenbefehle von CMS und Composer. Das CLI-PHP kann eine andere Version sein als das PHP, das Webseiten ausliefert. Der Befehl php -v zeigt deshalb nur die Kommandozeilen-Version; beide Wege müssen gepatcht sein. PHP auf der Kommandozeile (CLI) →
CloudLinux
CloudLinux ist eine Linux-Distribution für Shared Hosting, die Kunden in begrenzte Umgebungen trennt. Mit alt-php stellt sie viele PHP-Versionen nebeneinander bereit, auch ältere. Jede dieser Versionen muss einzeln gepatcht sein. CloudLinux und alt-php: Was Hosting-Kunden wissen sollten →
Command Injection
Bei Command Injection gelangen Eingaben ungeprüft in einen Systembefehl, den die Anwendung ausführt. Der Angreifer kann so eigene Befehle mit den Rechten des Webservers starten. Schutz bieten der Verzicht auf Shell-Aufrufe, wo möglich, und konsequentes Maskieren mit escapeshellarg(). Command Injection in PHP verhindern →
Composer
Composer ist die Paketverwaltung für PHP. Er installiert Bibliotheken nach den Angaben in composer.json und hält die genauen Versionen in composer.lock fest. Mit composer audit lassen sich installierte Pakete auf bekannte Sicherheitslücken prüfen; Lücken in PHP selbst findet der Befehl nicht. Composer: Die Paketverwaltung für PHP →
Container
Ein Container ist eine abgeschottete Laufzeitumgebung, die eine Anwendung mit allen Abhängigkeiten aus einem Image startet, etwa mit Docker. Das PHP im Container kommt aus dem Image, nicht vom Wirtssystem. Ein Update auf dem Host patcht es deshalb nicht; das Image muss neu gebaut und der Container neu gestartet werden. PHP in Containern betreiben →
cPanel
cPanel ist ein Verwaltungspanel für Webhosting, mit WHM als Oberfläche für den Server-Administrator. PHP-Versionen werden dort meist über eigene Pakete (EasyApache) bereitgestellt. Welche Builds gepatcht sind, bestätigen Paketstand und Hoster. cPanel und WHM: PHP absichern →
Credential Stuffing
Beim Credential Stuffing probieren Angreifer Zugangsdaten aus früheren Datenlecks bei anderen Diensten aus. Es funktioniert, weil viele Menschen Passwörter mehrfach verwenden. Schutz bieten einmalige Passwörter je Dienst und eine Zwei-Faktor-Anmeldung. Zwei-Faktor-Authentifizierung für Admin-Zugänge einrichten →
CSP
CSP (Content Security Policy) ist ein Header, der festlegt, aus welchen Quellen eine Seite Skripte, Bilder und andere Inhalte laden darf. Sie erschwert XSS und das Einschleusen fremder Skripte, etwa bei Skimming. Eine strenge CSP muss sorgfältig getestet werden, damit die Website weiter funktioniert. Security Header für Websites: Sicherheits-Header richtig setzen →
CSRF
CSRF (Cross-Site Request Forgery) bringt den Browser eines angemeldeten Nutzers dazu, ungewollt eine Aktion auf einer anderen Website auszulösen. Typisch sind Änderungen in Admin-Bereichen. Schutz bieten zufällige Tokens in Formularen und Cookies mit SameSite-Attribut. CSRF-Schutz in PHP-Anwendungen →
CVE
CVE (Common Vulnerabilities and Exposures) ist ein weltweit genutztes Verzeichnis, das jeder bekannten Sicherheitslücke eine eindeutige Nummer gibt, etwa CVE-2026-109618. Die Nummer macht Meldungen von Herstellern, Behörden und Distributionen vergleichbar. Über die CVE-Nummer lässt sich auch im Paket-Changelog prüfen, ob ein Fix eingespielt ist. CVE-Nummern im Paket-Changelog nachweisen →
CVSS
CVSS (Common Vulnerability Scoring System) bewertet die Schwere einer Lücke auf einer Skala von 0 bis 10. Die Bewertung berücksichtigt etwa, ob ein Angriff über das Netz und ohne Anmeldung möglich ist. Die PHP2Shell-Lücken haben je CVSS v4.0 9.2; über das konkrete Risiko in Ihrer Umgebung sagt der Wert allein nichts.
Cyberversicherung
Eine Cyberversicherung übernimmt je nach Vertrag Kosten nach einem Angriff, etwa für Forensik, Wiederherstellung oder Betriebsunterbrechung. Viele Verträge enthalten Obliegenheiten wie zeitnahe Updates und eine sofortige Meldung des Schadens. Was im Einzelfall gilt, klären Sie mit Ihrem Versicherer. Cyberversicherung: Was im Schadensfall zählt →

D

DDoS
Ein DDoS-Angriff (Distributed Denial of Service) überlastet einen Dienst mit Anfragen aus vielen Quellen, bis er nicht mehr erreichbar ist. Daten werden dabei in der Regel nicht gestohlen. Ein DDoS ist von einem Exploit zu unterscheiden, der gezielt eine Lücke ausnutzt. DDoS oder Hackerangriff? Angriffe richtig einordnen →
Defacement
Beim Defacement verändern Angreifer sichtbar die Startseite oder Inhalte einer Website, etwa mit Botschaften oder Bildern. Es ist auffällig, aber oft nur das sichtbare Zeichen eines tieferen Einbruchs. Die Website sollte bis zur Klärung als kompromittiert behandelt werden. Website gehackt, was tun? Notfallhilfe remote →
Deserialisierung
Deserialisierung wandelt gespeicherte Daten zurück in Objekte, in PHP etwa mit unserialize(). Stammen die Daten von Nutzern, können Angreifer Objekte so bauen, dass beim Laden ungewollter Code läuft. Für Nutzerdaten ist JSON die sicherere Wahl. Unsichere Deserialisierung in PHP: unserialize und Sicherheit →
disable_functions
disable_functions ist eine php.ini-Einstellung, mit der einzelne PHP-Funktionen abgeschaltet werden, typischerweise solche zum Ausführen von Systembefehlen. Sie lässt sich nur in der php.ini setzen, nicht im Anwendungscode. Sie erschwert Angreifern das Leben, ersetzt aber weder Updates noch saubere Rechte. PHP disable_functions richtig einsetzen →
display_errors
display_errors legt fest, ob PHP Fehlermeldungen direkt im Browser anzeigt. In Produktion gehört der Wert auf Off, Fehler werden stattdessen mit log_errors in ein Protokoll geschrieben. Sichtbare Meldungen verraten sonst Pfade, Versionen und Code-Ausschnitte. display_errors off: Fehlerausgaben in der Produktion abschalten →
DSGVO Art. 33
Art. 33 DSGVO verpflichtet Verantwortliche, eine Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten möglichst binnen 72 Stunden nach Bekanntwerden der zuständigen Aufsichtsbehörde zu melden. Die Pflicht entfällt nur, wenn voraussichtlich kein Risiko für die Betroffenen besteht. Im Einzelfall beraten Datenschutzbeauftragte oder Anwälte. DSGVO-Meldepflicht: 72 Stunden nach dem Vorfall →
DSGVO Art. 34
Art. 34 DSGVO regelt die Benachrichtigung der betroffenen Personen selbst. Sie ist nötig, wenn eine Datenpanne voraussichtlich ein hohes Risiko für deren Rechte und Freiheiten zur Folge hat. Ob das zutrifft, sollte mit Datenschutzbeauftragten oder Anwälten bewertet werden. DSGVO-Meldepflicht: 72 Stunden nach dem Vorfall →

E

EDR
EDR (Endpoint Detection and Response) ist Software auf Servern und Arbeitsplätzen, die Prozesse, Dateizugriffe und Netzwerkverbindungen beobachtet und verdächtiges Verhalten meldet oder stoppt. Auf Webservern kann sie etwa erkennen, dass PHP-FPM eine Shell startet. Da es für PHP2Shell keine bestätigten IOCs gibt, ist solche Verhaltensanalyse besonders wichtig. Warnsignal: Der Webserver startet eine Shell →
Embargo
Ein Embargo ist die vereinbarte Frist, in der Details einer Lücke vertraulich bleiben, bis Patches bereitstehen. So können Hersteller und Distributionen Updates vorbereiten. Bei PHP2Shell wurden laut mehreren Berichten Details vor Ablauf des Embargos öffentlich; php.net kündigte die Patches deshalb am 20.10.2026 an. Warum die PHP-Lücke vor dem Patch bekannt wurde →
End of Life
End of Life (EOL) heißt, dass eine Softwareversion vom Hersteller keine Updates mehr bekommt, auch keine Sicherheitskorrekturen. PHP 8.1 und älter erhalten vom PHP-Projekt keine offiziellen Updates mehr; für 7.4, 8.0 und 8.1 gibt es nur minimale Quell-Backports. Systeme mit EOL-Software brauchen einen Upgrade-Plan. PHP-End-of-Life: Risiken veralteter Versionen →
Exploit
Ein Exploit ist Code oder ein Verfahren, das eine konkrete Lücke tatsächlich ausnutzt. Sobald ein Patch erscheint, können Angreifer ihn analysieren und Exploits ableiten. Deshalb verkürzt sich nach der Veröffentlichung eines Patches die Zeit bis zu Angriffen oft deutlich. Das Zeitfenster zwischen Patch und Angriff →
expose_php
expose_php steuert, ob PHP seine Version im HTTP-Header X-Powered-By verrät. In Produktion sollte die Einstellung auf Off stehen, damit Angreifer nicht auf Anhieb sehen, welche PHP-Version läuft. Das ist Informationsschutz, kein Ersatz für ein Update. expose_php und Server-Header: Versionsangaben verbergen →
Extension
Eine Extension (Erweiterung) ergänzt PHP um Funktionen, etwa für Datenbanken, Bilder oder Verschlüsselung. Erweiterungen laufen im selben Prozess wie PHP und haben dieselben Rechte. Nicht benötigte Erweiterungen abzuschalten verkleinert die Angriffsfläche. PHP-Erweiterungen (Extensions) verstehen →

F

Fail2ban
Fail2ban liest Logdateien und sperrt IP-Adressen nach wiederholten Fehlversuchen vorübergehend in der Firewall. Typische Einsatzgebiete sind SSH, Mail und Admin-Anmeldungen von Websites. Gegen verteilte Angriffe aus vielen Adressen hilft es nur begrenzt. Fail2ban für Webserver einrichten →
FastCGI
FastCGI ist ein Protokoll, über das ein Webserver Anfragen an dauerhaft laufende Programmprozesse weitergibt, etwa an PHP-FPM. Anders als bei klassischem CGI wird nicht für jede Anfrage ein neuer Prozess gestartet. Weil Prozesse mehrere Anfragen nacheinander bearbeiten, ist ein sauberer Neustart nach Updates wichtig. CGI und FastCGI: Die Grundlagen →
Forensik
IT-Forensik untersucht nach einem Vorfall methodisch, was passiert ist: wie der Angreifer hereinkam, was er getan hat und welche Daten betroffen sind. Grundlage sind gesicherte Kopien von Datenträgern, Arbeitsspeicher und Logs. Die Ergebnisse sind wichtig für Meldepflichten, Versicherung und Strafanzeige. IT-Forensik nach einem Webserver-Angriff →
FPM-Pool
Ein Pool ist eine Gruppe von PHP-FPM-Prozessen mit eigener Konfiguration, eigenem Socket und idealerweise eigenem Systembenutzer. Je Website ein eigener Pool trennt die Websites voneinander, sodass ein Einbruch in eine Seite nicht direkt die Dateien der anderen erreicht. Im Pool lassen sich Einstellungen per php_admin_value fest vorgeben. PHP-FPM-Pools pro Website isolieren →
FrankenPHP
FrankenPHP ist ein moderner Anwendungsserver für PHP auf Basis des Webservers Caddy. PHP ist dort direkt eingebettet, im Worker-Modus bleibt die Anwendung zwischen Anfragen im Speicher. FrankenPHP gehört laut PHP-Team zu den betroffenen Betriebsarten; nach dem Update muss der Server mit neuem PHP neu gestartet werden. FrankenPHP absichern →

G

GHSA
GHSA ist die Kennung einer GitHub Security Advisory, also einer Sicherheitsmeldung in der Datenbank von GitHub. Viele Open-Source-Projekte, auch PHP, veröffentlichen ihre Meldungen dort zusätzlich zur CVE-Nummer. Für PHP2Shell sind das GHSA-w8hw-w9fx-j79w und GHSA-6wmf-4rv5-p3rp.

H

HSTS
HSTS (HTTP Strict Transport Security) ist ein Header, mit dem eine Website dem Browser mitteilt, sie für eine bestimmte Zeit nur noch über HTTPS aufzurufen. Das verhindert, dass Verbindungen auf unverschlüsseltes HTTP herabgestuft werden. Vor dem Einschalten sollte HTTPS auf allen betroffenen Domains zuverlässig funktionieren. Security Header für Websites: Sicherheits-Header richtig setzen →
.htaccess
.htaccess-Dateien sind verzeichnisweise Konfigurationsdateien für Apache und kompatible Server wie LiteSpeed. CMS nutzen sie für Weiterleitungen und Zugriffsschutz, Angreifer für versteckte Umleitungen. Nginx wertet .htaccess nicht aus; Schutzregeln müssen dort in die Serverkonfiguration. Apache für PHP sicher konfigurieren →
Härtung
Härtung bedeutet, ein System so einzustellen, dass es möglichst wenig Angriffsfläche bietet: nur nötige Dienste, knappe Rechte, sichere Voreinstellungen. Bei PHP-Servern gehören dazu etwa getrennte Pools, gesperrte Funktionen und keine PHP-Ausführung in Upload-Ordnern. Härtung begrenzt Schäden, ersetzt aber keine Updates. Server-Härtung für PHP-Webserver →

I

Image-Digest
Ein Image-Digest ist ein Hashwert (sha256), der den Inhalt eines Container-Images eindeutig festlegt. Anders als ein Tag wie php:8.3-fpm, der auf neue Builds verschoben werden kann, ändert sich ein Digest nie. Wer Images per Digest festschreibt, muss ihn nach einem Sicherheitsupdate bewusst aktualisieren. Offizielle PHP-Docker-Images: Tags, Digests und Neubau →
Incident Response
Incident Response ist die geordnete Bearbeitung eines Sicherheitsvorfalls: erkennen, eindämmen, Spuren sichern, bereinigen, wiederherstellen und nachbereiten. Ein festgelegter Ablauf verhindert, dass in der Hektik Beweise vernichtet oder Hintertüren übersehen werden. Wichtig sind klare Zuständigkeiten und eine lückenlose Dokumentation. Incident Response bei Server-Angriffen →
ini_set()
ini_set() ist eine PHP-Funktion, mit der ein Skript Einstellungen zur Laufzeit ändert. Was ein Skript ändern darf, hängt vom Änderungsmodus der Einstellung ab. Weil auch Schadcode ini_set() aufrufen kann, gehören Schutzeinstellungen in die Server- oder Pool-Konfiguration, nicht in den Anwendungscode. Die php.ini erklärt: Aufbau, Ebenen und Vorrang →
Integritätsprüfung
Bei einer Integritätsprüfung werden Dateien mit einem bekannten Originalzustand verglichen, meist über Prüfsummen. Viele CMS bieten dafür eigene Befehle, etwa für WordPress, Nextcloud oder Matomo. Angepasste Dateien, Uploads und Datenbankinhalte deckt ein solcher Vergleich nicht ab. CMS-Kerndateien mit dem Original vergleichen →
IOC
IOC (Indicator of Compromise) sind konkrete Spuren eines Angriffs, etwa Dateinamen, Hashwerte, IP-Adressen oder Domains. Mit ihnen lassen sich Systeme gezielt auf einen bekannten Angriff prüfen. Für PHP2Shell gibt es keine veröffentlichten, bestätigten IOCs; die Erkennung beruht auf Verhaltensanalyse. Bin ich schon kompromittiert? Anzeichen nach PHP2Shell →
ISO 27001
ISO/IEC 27001 ist der internationale Standard für Informationssicherheits-Managementsysteme (ISMS). Er verlangt einen geregelten Umgang mit Risiken, Maßnahmen und Verbesserungen, einschließlich Schwachstellen- und Vorfallmanagement. Unternehmen können sich danach zertifizieren lassen. ISO 27001 und TISAX: Was Webserver betrifft →
IT-Grundschutz
Der IT-Grundschutz des BSI ist eine Methodik mit Bausteinen und Anforderungen für die Informationssicherheit in Unternehmen und Behörden. Es gibt eigene Bausteine etwa für Webserver und Webanwendungen. Er lässt sich als Grundlage für ein ISMS oder eine Zertifizierung nutzen. CIS-Benchmarks und BSI-Bausteine für Webserver →

J

JIT
JIT (Just-in-Time-Compiler) übersetzt häufig ausgeführten PHP-Code zur Laufzeit in Maschinencode. Er kam mit PHP 8.0 und ist Teil von OPcache. Für typische Websites ist der Leistungsgewinn meist gering, für rechenintensive Aufgaben größer. JIT und Performance in PHP 8 →

K

Kryptominer
Ein Kryptominer ist Schadsoftware, die auf fremden Servern Kryptowährung errechnet. Typische Anzeichen sind dauerhaft hohe CPU-Last und unbekannte Prozesse. Ein Miner zeigt, dass ein Angreifer Code ausführen kann; der Server sollte dann als kompromittiert gelten. Kryptominer auf dem Webserver: Anzeichen und Vorgehen →

L

Least Privilege
Least Privilege (Prinzip der minimalen Rechte) heißt, dass jeder Benutzer und jeder Prozess nur die Rechte erhält, die er wirklich braucht. Läuft PHP mit knappen Rechten, kann ein Angreifer nach einem Einbruch weniger anrichten. Das betrifft Systembenutzer, Dateirechte, Datenbankkonten und Admin-Zugänge. Least Privilege: Rechte des Webserver-Benutzers →
Lessons Learned
Lessons Learned ist die Nachbereitung eines Vorfalls: Was ist passiert, was lief gut, was muss sich ändern? Ziel sind konkrete Maßnahmen mit Verantwortlichen und Terminen, keine Schuldzuweisungen. Die Ergebnisse fließen in Notfallplan, Patch-Prozess und Schulungen ein. Lessons Learned: Nach dem Vorfall besser werden →
LFI
LFI (Local File Inclusion) liegt vor, wenn eine Anwendung eine lokale Datei einbindet, deren Pfad der Angreifer beeinflussen kann. So lassen sich Konfigurationsdateien lesen oder unter Umständen eingeschleuster Code ausführen. Schutz bieten feste Erlaubnislisten statt Dateinamen aus Benutzereingaben. Local File Inclusion in PHP verhindern: LFI und RFI →
LiteSpeed
LiteSpeed ist ein Webserver, der weitgehend mit Apache-Konfigurationen wie .htaccess kompatibel ist und PHP über die eigene Schnittstelle LSAPI anbindet. Er ist bei Hostern verbreitet; OpenLiteSpeed ist die freie Variante. LiteSpeed gehört laut PHP-Team zu den von PHP2Shell betroffenen Betriebsarten. LiteSpeed und LSAPI: PHP aktualisieren →

M

Managed Server
Bei einem Managed Server stellt der Anbieter einen eigenen Server bereit und übernimmt vertraglich festgelegte Teile des Betriebs, oft Betriebssystem- und PHP-Updates. Was genau dazugehört, steht im Vertrag und unterscheidet sich stark zwischen Anbietern. Im Zweifel sollte die Zuständigkeit für Patches schriftlich bestätigt werden. Managed Server: Verantwortung klären →
memory_limit
memory_limit begrenzt, wie viel Arbeitsspeicher ein einzelnes PHP-Skript belegen darf; Standard sind 128 MB. Wird die Grenze erreicht, bricht PHP mit einem Out-of-Memory-Fehler ab. Gegen CVE-2026-109618 rät php.net übergangsweise zu memory_limit=-1, fest gesetzt, und einer Speichergrenze über Container oder cgroup. memory_limit richtig setzen →
mod_php
mod_php ist das PHP-Modul für den Apache-Webserver. PHP läuft dabei direkt im Apache-Prozess und meist mit dessen Benutzerrechten. Das PHP-Team stuft das Risiko durch PHP2Shell bei mod_php am höchsten ein; dort wurde ein Exploit gezeigt, bevor überhaupt Anwendungscode läuft. mod_php erklärt: PHP im Apache-Prozess →
ModSecurity
ModSecurity ist eine verbreitete Open-Source-WAF, die als Modul in Apache, Nginx oder anderen Webservern läuft. Sie wertet Anfragen anhand von Regeln aus und kann sie protokollieren oder blockieren. Meist wird sie zusammen mit dem OWASP Core Rule Set eingesetzt. ModSecurity und OWASP Core Rule Set einsetzen →
Monitoring
Monitoring ist die laufende Überwachung von Systemen, etwa Erreichbarkeit, Last, Logdateien und Dateiänderungen. Sicherheitsmonitoring sucht gezielt nach Auffälligkeiten wie neuen PHP-Dateien oder Shells, die vom Webserver gestartet werden. Es hilft nur, wenn jemand die Meldungen auch zeitnah bewertet. Security-Monitoring für Webserver →

N

Nginx
Nginx ist ein verbreiteter Webserver und Reverse Proxy. Er führt PHP nicht selbst aus, sondern gibt Anfragen per FastCGI an PHP-FPM weiter. Wichtig ist eine Konfiguration, die nur echte PHP-Dateien an PHP übergibt und Upload-Ordner ausnimmt. Nginx mit PHP-FPM absichern →
NIS2
NIS2 ist eine EU-Richtlinie, die für viele Unternehmen und Einrichtungen Pflichten zum Risikomanagement und zur Meldung von Sicherheitsvorfällen festlegt. Sie betrifft deutlich mehr Branchen und Unternehmensgrößen als die Vorgängerregelung. Ob Ihr Unternehmen erfasst ist, sollten Sie anhand der nationalen Umsetzung und mit rechtlicher Beratung klären. NIS2 und Webserver-Sicherheit →
Notfallplan
Ein IT-Notfallplan legt fest, wer bei einem Vorfall was tut: Kontakte, Entscheidungswege, erste Schritte, Wiederanlauf. Er muss auch offline verfügbar sein, falls Systeme ausfallen. Regelmäßige Übungen zeigen, ob er im Ernstfall funktioniert. IT-Notfallplan für Webserver erstellen →

O

OPcache
OPcache ist der mitgelieferte Bytecode-Cache von PHP. Er speichert bereits übersetzten Code im gemeinsamen Speicher, damit PHP-Dateien nicht bei jeder Anfrage neu kompiliert werden. Nach einem Update oder einer Bereinigung muss der Cache geleert bzw. PHP neu gestartet werden, sonst kann alter Code weiterlaufen. OPcache erklärt: Der Bytecode-Cache von PHP →
open_basedir
open_basedir beschränkt, auf welche Verzeichnisse PHP-Skripte mit Dateifunktionen zugreifen dürfen. Auf Servern mit mehreren Websites verhindert das, dass eine Seite einfach die Dateien einer anderen liest. Eine vollständige Isolation ist es nicht; getrennte Systembenutzer und FPM-Pools gehören dazu. open_basedir und Isolation pro Website →
Origin-Server
Der Origin-Server ist der eigentliche Webserver hinter einem CDN oder Reverse Proxy. Ist er auch direkt über seine IP-Adresse erreichbar, können Angreifer den vorgeschalteten Schutz umgehen. Deshalb sollte der Origin nur Verbindungen vom CDN oder Proxy annehmen. Cloudflare-Schutzregeln gegen PHP2Shell: Was sie leisten und was nicht →
Out of Memory
Out of Memory bezeichnet den Zustand, in dem ein Programm keinen weiteren Speicher bekommt und abbrechen muss. In PHP geschieht das, wenn memory_limit überschritten wird. Bei CVE-2026-109618 kann ein solcher Abbruch PHP unterbrechen, während Anfragedaten nur teilweise initialisiert sind. memory_limit und Out-of-Memory: Was im Inneren passiert →
OWASP CRS
Das OWASP Core Rule Set (CRS) ist ein frei verfügbarer Regelsatz für ModSecurity und kompatible WAFs. Es erkennt typische Angriffsklassen wie SQL-Injection oder Command Injection. Die Regeln müssen auf die Anwendung abgestimmt werden, sonst blockieren sie auch legitime Anfragen. ModSecurity und OWASP Core Rule Set einsetzen →
OWASP Top 10
Die OWASP Top 10 sind eine regelmäßig aktualisierte Liste der wichtigsten Risiken für Webanwendungen, herausgegeben von der gemeinnützigen OWASP Foundation. Sie dienen als Grundlage für Entwicklung, Prüfungen und Schulungen. Ergänzend bietet OWASP die Cheat Sheets mit konkreten Gegenmaßnahmen.

P

Patch
Ein Patch ist eine Korrektur des Herstellers, die eine Lücke im Programmcode schließt. Er wirkt erst, wenn er installiert ist und alle laufenden Prozesse neu gestartet wurden. Ein Patch entfernt keine bereits eingeschleuste Schadsoftware und beweist nicht, dass vorher nichts passiert ist. PHP-Patch-Service: Update einspielen lassen, mit Neustart und Nachweis →
PECL
PECL (PHP Extension Community Library) ist das Verzeichnis für PHP-Erweiterungen, die in C geschrieben sind und nicht zum Standardumfang gehören. Solche Erweiterungen müssen zur installierten PHP-Version passen. Nach einem Wechsel der PHP-Hauptversion sind sie oft neu zu bauen oder zu ersetzen. PHP-Erweiterungen (Extensions) verstehen →
PHP
PHP ist eine Skriptsprache, die vor allem auf Webservern läuft und dort Webseiten erzeugt. Viele verbreitete CMS und Shopsysteme wie WordPress, TYPO3 oder Shopware sind in PHP geschrieben. Eine Lücke im PHP-Interpreter betrifft deshalb alle Anwendungen, die darauf laufen, unabhängig von deren eigenem Update-Stand. Was ist PHP? Die Programmiersprache erklärt →
php-cgi
php-cgi ist das PHP-Programm für den Betrieb über CGI oder FastCGI. Es gehört laut PHP-Team zu den von PHP2Shell betroffenen Betriebsarten. Wo php-cgi noch eingesetzt wird, lohnt sich die Prüfung, ob ein Wechsel zu PHP-FPM möglich ist. php-cgi: Altlast mit Risiko →
PHP-FPM
PHP-FPM (FastCGI Process Manager) ist ein eigener Dienst, der PHP-Prozesse in Pools verwaltet und Anfragen vom Webserver per FastCGI annimmt. Er ist heute die übliche Betriebsart mit Nginx und auf vielen Apache-Servern. Nach einem PHP-Update muss PHP-FPM neu gestartet werden, damit keine alten Prozesse weiterlaufen. PHP-FPM erklärt: Prozessmanager, Pools und Worker →
php.ini
Die php.ini ist die zentrale Konfigurationsdatei von PHP. Sie legt Grenzen, Sicherheits- und Fehlereinstellungen fest, zum Beispiel memory_limit oder display_errors. Häufig gibt es je SAPI (FPM, CLI, Apache) eine eigene php.ini, die getrennt gepflegt werden muss. Die php.ini erklärt: Aufbau, Ebenen und Vorrang →
PHP2Shell
PHP2Shell ist der Name für zwei kritische Lücken in PHP selbst, CVE-2026-109618 und CVE-2026-109619, je mit CVSS v4.0 9.2. Sie erlauben das Ausführen von Schadcode aus der Ferne ohne Anmeldung. Behoben sind sie in PHP 8.5.12, 8.4.27, 8.3.36 und 8.2.35, veröffentlicht am 21.10.2026. Was ist PHP2Shell? Die Lücke einfach erklärt →
php_admin_value
php_admin_value setzt eine PHP-Einstellung im FPM-Pool oder in der Apache-Konfiguration so, dass Anwendungen sie nicht per ini_set() oder .htaccess überschreiben können. Für Schalter gibt es php_admin_flag. php.net empfiehlt diesen Weg für die Übergangsmaßnahmen gegen PHP2Shell, zum Beispiel für memory_limit. php_admin_value: Einstellungen gegen Überschreiben sperren →
Plesk
Plesk ist ein verbreitetes Verwaltungspanel für Webserver, mit dem sich Domains, PHP-Versionen und Handler je Website einstellen lassen. Es bringt eigene PHP-Pakete mit, kann aber auch die PHP-Pakete der Distribution nutzen. Bei Backports kann Plesk weiter eine ältere Nummer wie 8.2.34 anzeigen, obwohl gepatcht ist. Plesk-Server: PHP-Versionen prüfen und patchen →
post_max_size
post_max_size legt fest, wie groß der Inhalt einer POST-Anfrage insgesamt sein darf; Standard sind 8 MB. Als Übergangsmaßnahme gegen PHP2Shell nennt php.net 8M für Websites ohne Uploads und 32M mit Uploads. upload_max_filesize muss darunter liegen. post_max_size und upload_max_filesize sinnvoll begrenzen →
Proof of Concept
Ein Proof of Concept (PoC) ist ein Nachweis, dass eine Lücke ausnutzbar ist, oft als einfacher Demonstrationscode. Er dient Herstellern und Forschern zur Bewertung, kann aber auch Angreifern als Vorlage dienen. Ein veröffentlichter PoC erhöht deshalb in der Regel die Dringlichkeit des Patchens.

R

Ransomware
Ransomware verschlüsselt Daten und fordert Lösegeld für die Entschlüsselung, häufig verbunden mit der Drohung, gestohlene Daten zu veröffentlichen. Ein kompromittierter Webserver kann dafür Einstiegspunkt sein. Wirksamster Schutz sind getrennte, getestete Backups und ein Notfallplan. Backup-Strategie für Server: Backups nach der 3-2-1-Regel →
RCE
RCE (Remote Code Execution) bedeutet, dass ein Angreifer aus der Ferne eigenen Code auf einem fremden System ausführen kann. Ist dafür keine Anmeldung nötig, spricht man von unauthenticated RCE, der schwersten Klasse von Webserver-Lücken. Mit RCE kann ein Angreifer Daten lesen, Hintertüren anlegen und den Server weiter missbrauchen. Was ist PHP2Shell? Die Lücke einfach erklärt →
Release-Zyklus
Jede PHP-Version erhält zunächst Fehlerkorrekturen und danach eine Zeit lang nur noch Sicherheitskorrekturen. Wann welche Version endet, veröffentlicht das PHP-Projekt auf php.net unter den unterstützten Versionen. PHP 8.2 erreicht laut php.net am 31.12.2026 das Ende der Unterstützung. PHP-Versionen und Release-Zyklus →
Reverse Proxy
Ein Reverse Proxy nimmt Anfragen aus dem Internet entgegen und leitet sie an einen oder mehrere Server dahinter weiter. Er kann TLS übernehmen, Lasten verteilen und als Ort für Filterregeln oder eine WAF dienen. Schutz bietet er nur, wenn die Server dahinter nicht zusätzlich direkt erreichbar sind. Upload-Anfragen am Rand filtern: Chancen und Risiken →
RFI
RFI (Remote File Inclusion) ist die Variante, bei der eine Anwendung Code von einer fremden Adresse nachlädt und ausführt. In PHP verhindert die Einstellung allow_url_include=Off, die seit Langem Standard ist, das Einbinden entfernter Dateien. Alte Anwendungen und Konfigurationen sollten darauf geprüft werden. Local File Inclusion in PHP verhindern: LFI und RFI →
Root-Server
Ein Root-Server ist ein gemieteter Server, auf dem der Kunde volle Administratorrechte hat. Damit liegt auch die volle Verantwortung für Updates, Härtung und Überwachung beim Kunden. Der Anbieter stellt nur Hardware und Netz bereit. Root-Server und vServer selbst absichern →

S

SAPI
SAPI (Server Application Programming Interface) ist die Schnittstelle, über die PHP mit seiner Umgebung spricht, etwa mit Apache, PHP-FPM oder der Kommandozeile. Welche SAPI im Einsatz ist, bestimmt, wie PHP-Prozesse gestartet, wiederverwendet und neu gestartet werden. Bei PHP2Shell sind laut PHP-Team mehrere Betriebsarten betroffen, mod_php mit dem höchsten Risiko. SAPI erklärt: Wie PHP mit dem Webserver spricht →
SEO-Spam
SEO-Spam sind eingeschleuste Seiten, Links oder Weiterleitungen, mit denen Angreifer fremde Angebote in Suchmaschinen platzieren. Oft sehen nur Suchmaschinen oder Besucher von Google die manipulierten Inhalte. Neben der Bereinigung ist danach eine Überprüfung in der Google Search Console nötig. SEO-Spam und fremde Seiten im Google-Index →
serialize_handler
session.serialize_handler bestimmt, in welchem Format PHP Session-Daten speichert, etwa php, php_binary oder php_serialize. Der Hinweis zu CVE-2026-115560 betrifft nur eine ungewöhnliche Konfiguration, in der dieses Format zur Laufzeit umgestellt wird und Session-Upload-Progress aktiv ist. Abhilfe bis zum nächsten Bugfix-Release ist session.upload_progress.enabled=0. CVE-2026-115560: Session-Upload-Progress-Hinweis →
Session
Eine Session verknüpft mehrere Anfragen desselben Besuchers, etwa für Anmeldung oder Warenkorb. PHP speichert die Daten serverseitig und gibt dem Browser eine Session-ID, standardmäßig im Cookie PHPSESSID. Wer eine fremde Session-ID kennt, kann unter Umständen als dieser Nutzer auftreten. Sessions und Cookies in PHP →
session.upload_progress
Session-Upload-Progress ist eine PHP-Funktion, die den Fortschritt laufender Datei-Uploads in der Session ablegt; sie ist standardmäßig eingeschaltet. php.net rät übergangsweise zu session.upload_progress.enabled=0 in php.ini, FPM-Pool oder Serverkonfiguration, danach alle Worker neu starten. Die Einstellung allein schließt laut Fachberichten nicht beide PHP2Shell-Lücken; Pflicht bleibt das Update. session.upload_progress abschalten: richtig und dauerhaft →
Shared Hosting
Beim Shared Hosting teilen sich viele Kunden einen Server, den der Hoster betreibt. Der Hoster ist für PHP, Betriebssystem und Webserver zuständig, der Kunde für seine Anwendung. Bei PHP2Shell heißt das: Patchstand beim Hoster erfragen und die eigene Website auf Spuren prüfen. Shared Hosting: Was der Hoster macht und was Sie tun müssen →
Sicherheits-Header
Sicherheits-Header sind HTTP-Antwortkopfzeilen, die dem Browser Schutzregeln vorgeben, etwa Content-Security-Policy, Strict-Transport-Security oder X-Content-Type-Options. Sie schützen Besucher vor bestimmten Angriffen im Browser. Gegen Lücken auf dem Server wie PHP2Shell helfen sie nicht. Security Header für Websites: Sicherheits-Header richtig setzen →
SIEM
Ein SIEM (Security Information and Event Management) sammelt Logdaten aus vielen Systemen zentral und wertet sie auf Sicherheitsereignisse aus. So lassen sich Zusammenhänge erkennen, die in einzelnen Logs untergehen. Ein SIEM braucht gepflegte Regeln und Menschen, die die Meldungen bearbeiten. Security-Monitoring für Webserver →
Skimming
Beim Skimming in Onlineshops schleusen Angreifer JavaScript in den Checkout ein, das Zahlungs- und Kundendaten mitliest und abschickt. Der Code steckt oft in Theme-Dateien, Tracking-Skripten oder Datenbankeinträgen. Kunden merken davon nichts, der Händler oft erst durch Hinweise von Zahlungsanbietern. Onlineshop gehackt? IT-Sicherheit für Händler →
SQL-Injection
Bei einer SQL-Injection schleust ein Angreifer über Eingaben eigene Datenbankbefehle in eine Anwendung ein. So lassen sich Daten auslesen oder verändern. Schutz bieten vorbereitete Anweisungen (Prepared Statements) mit Platzhaltern statt zusammengesetzter SQL-Texte. SQL-Injection in PHP verhindern →
SSRF
SSRF (Server-Side Request Forgery) bringt eine Anwendung dazu, im Auftrag des Angreifers Anfragen an andere Adressen zu senden, auch an interne Systeme. So werden Dienste erreichbar, die von außen eigentlich abgeschirmt sind. Schutz bieten Erlaubnislisten für Ziele und das Sperren interner Adressbereiche. Server-Side Request Forgery (SSRF) in PHP verhindern →
Superglobals
Superglobals sind Variablen, die PHP in jedem Skript bereitstellt, etwa $_GET, $_POST, $_COOKIE, $_FILES, $_SERVER und $_SESSION. Sie enthalten die Daten der aktuellen Anfrage, die zum großen Teil vom Besucher stammen. Alles darin muss als nicht vertrauenswürdig behandelt und geprüft werden. Superglobals: $_GET, $_POST, $_FILES und Co. →
sury.org
sury.org ist ein Paket-Repository von Ondřej Surý mit aktuellen und älteren PHP-Versionen für Debian und Ubuntu. Es ist ein Drittanbieter-Angebot und nicht das Sicherheitsarchiv von Debian. Laut Berichten wurden dort Builds für alle Zweige von 5.6 bis 8.5 bereitgestellt. Das sury.org-Repository: PHP-Pakete aus Drittquelle →

T

Threat Hunting
Threat Hunting ist die aktive Suche nach Angreifern im eigenen Netz, ohne dass eine Warnung vorliegt. Ausgangspunkt sind Hypothesen, etwa: Hat ein Webserver-Prozess seit dem 20.10. eine Shell gestartet? Gefunden werden so Einbrüche, die automatische Werkzeuge übersehen. Warnsignal: Der Webserver startet eine Shell →
TISAX
TISAX ist ein Prüf- und Austauschverfahren für Informationssicherheit in der Automobilindustrie. Es beruht auf einem Anforderungskatalog des Verbands der Automobilindustrie und wird von der ENX Association betrieben. Zulieferer müssen damit gegenüber Herstellern ihr Sicherheitsniveau nachweisen. ISO 27001 und TISAX: Was Webserver betrifft →
TLS
TLS (Transport Layer Security) verschlüsselt die Verbindung zwischen Browser und Server; erkennbar an HTTPS. Aktuell empfohlen sind TLS 1.2 und 1.3, ältere Protokollversionen sollten abgeschaltet sein. TLS schützt Daten unterwegs, nicht vor Lücken auf dem Server selbst. TLS und HTTPS richtig konfigurieren →
Type Juggling
Type Juggling nennt man die automatische Typumwandlung in PHP, etwa beim losen Vergleich mit ==. Dadurch können Werte als gleich gelten, die es nicht sind, was bei Passwort- oder Token-Prüfungen gefährlich wird. Schutz bieten strikte Vergleiche mit === und hash_equals() für Geheimnisse. Type Juggling in PHP: Lose Vergleiche als Sicherheitsrisiko →

U

upload_max_filesize
upload_max_filesize begrenzt die Größe einer einzelnen hochgeladenen Datei; Standard sind 2 MB. Der Wert muss kleiner sein als post_max_size, weil die Datei Teil der POST-Anfrage ist. Zu großzügige Werte vergrößern die Angriffsfläche ohne Nutzen. post_max_size und upload_max_filesize sinnvoll begrenzen →
.user.ini
.user.ini-Dateien sind verzeichnisweise PHP-Einstellungen, die PHP-FPM und CGI auswerten. Damit können Website-Betreiber ohne Serverzugang einzelne Werte ändern, aber nur solche, die PHP dafür freigibt. Sicherheitsrelevante Vorgaben wie session.upload_progress.enabled=0 gegen PHP2Shell sollen laut php.net nicht über .user.ini gesetzt werden. Die php.ini erklärt: Aufbau, Ebenen und Vorrang →

V

VdS 10000
VdS 10000 ist eine Richtlinie der VdS Schadenverhütung für Informationssicherheit in kleinen und mittleren Unternehmen. Sie ist schlanker als ISO 27001 und auf die Möglichkeiten von KMU zugeschnitten. Eine Zertifizierung danach ist möglich. VdS 10000: Informationssicherheit für kleine und mittlere Unternehmen →
Virtuelles Patching
Virtuelles Patching blockiert Angriffe auf eine bekannte Lücke vor der Anwendung, meist mit einer WAF, ohne den verwundbaren Code zu ändern. Es verschafft Zeit, bis das echte Update möglich ist. Bei PHP2Shell warnt etwa Cloudflare, dass Regeln anhand der Anfragedaten allein nicht genügen; das Update bleibt Pflicht. WAF und virtuelles Patching für PHP →
vServer
Ein vServer (virtueller Server) ist ein virtueller Rechner auf geteilter Hardware, mit eigenem Betriebssystem und meist Root-Zugang. Für die Sicherheit gilt dasselbe wie beim Root-Server: Updates und Härtung sind Sache des Kunden. Viele vServer laufen mit vorinstallierten Panels wie Plesk. Root-Server und vServer selbst absichern →

W

WAF
Eine WAF (Web Application Firewall) prüft HTTP-Anfragen vor der Anwendung und blockiert bekannte Angriffsmuster. Sie kann als Cloud-Dienst, als Proxy oder als Webserver-Modul laufen. Sie verschafft Zeit, ersetzt aber kein Update, und wird umgangen, wenn der Server auch direkt erreichbar ist. WAF und virtuelles Patching für PHP →
Warnstufe
Das BSI ordnet die Bedrohungslage bei Sicherheitswarnungen in Stufen ein, die auch farblich gekennzeichnet sind. Stufe 3 (Orange) steht für eine geschäftskritische Lage mit möglicher massiver Beeinträchtigung des Regelbetriebs. Für PHP2Shell gilt Warnstufe 3 / Orange. BSI-Warnstufe Orange: Was die Einstufung bedeutet →
Webshell
Eine Webshell ist ein Skript, das Angreifer auf einem Webserver ablegen, um ihn über den Browser fernzusteuern. Sie ist oft klein, verschleiert und in Upload- oder Cache-Ordnern versteckt. Eine Webshell bleibt auch nach einem PHP- oder CMS-Update bestehen und muss gezielt gesucht werden. Webshell erkennen und entfernen →

X

XSS
XSS (Cross-Site-Scripting) bedeutet, dass fremdes JavaScript über eine Website im Browser anderer Besucher ausgeführt wird. Damit lassen sich Sitzungen übernehmen oder Formulareingaben mitlesen. Schutz bieten konsequentes Kodieren aller Ausgaben und eine Content Security Policy. XSS in PHP verhindern: Cross-Site-Scripting sicher abwehren →
XXE
XXE (XML External Entities) nutzt aus, dass XML-Parser externe Verweise in Dokumenten nachladen können. Dadurch lassen sich unter Umständen Dateien vom Server lesen oder interne Anfragen auslösen. Schutz bietet, das Laden externer Entitäten beim Verarbeiten nicht vertrauenswürdiger XML-Daten abzuschalten. XML External Entities (XXE) in PHP verhindern →

Z

ZAC
Die Zentralen Ansprechstellen Cybercrime (ZAC) der Polizei sind spezialisierte Kontaktstellen für Unternehmen und Behörden, die Opfer eines Cyberangriffs geworden sind. Es gibt sie in allen Bundesländern und beim BKA. Sie nehmen Anzeigen auf und beraten zum weiteren Vorgehen. Anzeige erstatten: Zentrale Ansprechstellen Cybercrime →
Zeitleiste
Eine Zeitleiste (Timeline) ordnet alle Spuren eines Vorfalls chronologisch: Logeinträge, Dateiänderungen, Anmeldungen, Prozesse. Sie zeigt, wann der Angriff begann und was in welcher Reihenfolge geschah. Wichtig ist eine einheitliche Zeitzone, am besten UTC. Die Zeitleiste eines Vorfalls erstellen →
Zend Engine
Die Zend Engine ist der Kern des PHP-Interpreters. Sie übersetzt PHP-Code in interne Befehle (Opcodes), führt sie aus und verwaltet den Speicher. Fehler in der Zend Engine wirken sich auf jede PHP-Anwendung aus und lassen sich nur durch ein PHP-Update beheben. Die Zend Engine: Das Herz von PHP →
Zero-Day
Ein Zero-Day ist eine Lücke, die ausgenutzt wird oder öffentlich bekannt ist, bevor der Hersteller einen Patch bereitstellt. Betreiber haben dann null Tage Vorlauf. Bis zum Patch helfen nur Übergangsmaßnahmen, Abschottung und Überwachung. Das Zeitfenster zwischen Patch und Angriff →
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